Dokumente und Materialien von kritischen Mitgliedern der IG BAU, IG Metall, ver.di und GEW

Dokumente und Materialien von kritischen Mitgliedern der IG BAU, IG Metall, ver.di und GEW

Von Seiten der staatstreuen Gewerkschaftsführung und ihren Organen werden immer wieder gezielt Positionen verbreitet, die national, chauvinistischer und antisemitisch sind. Dies geschieht gegen teilweise recht massive Kritik aus den eigenen Reihen und auch von außerhalb. Auf der gewerkschaftskritischen Internetplattform „labournet” ist eine Fülle von Beispielen zu finden. Ein Teil davon wurde in dieser Broschüre zusammengestellt. Drei davon halten wir für ganz besonders wichtig:

■ Es geht um Protestaktionen gegen Denunziationen und Baustellenrazzien der IG Bau gegen Kolleginnen aus anderen Herkunftsländern. Eine Gruppe von Betriebsräten und Gewerkschaftsmitgliedern der IG BAU hat dagegen in ihrem wichtigen Diskussionspapier „Unsere Regeln taugen nichts!” zum Protest und zu internationaler Solidarität aufgerufen.

■ Ein weiterer Abschnitt thematisiert exemplarisch nochmals die Proteste gegen die antisemitisch-nationalistische „metall”-Ausgabe vom Mai 2005 (siehe dazu genauer unsere „Dokumentation über die antisemitisch-nationalistisch Titelseiten-Karikatur der IG-Metall Zeitung” von Mai 2005 und die Reaktionen darauf). Dokumentiert sind auch Proteste gegen die ver.di Broschüre „Finanzkapitalismus – Geldgier in Reinkultur” von 2007, die in dieselbe antisemitisch nationalistische Kerbe schlägt. Beispielsweise verlangte der Bundes]ugendvorstand von ver.di Ende 2007 – ohne Erfolg – , dass die ver.di Broschüre zurückgezogen werden sollte, da deren Inhalt und Bilder „eine Unterscheidung von der ‘verkürzten Kapitalismuskritik’ der Nazis nicht mehr möglich macht.

■ Dokumentiert sind die Proteste gegen das Beharren großer Teile der GEW Hamburg auf den Besitz eines arisierten Hauses unter haarsträubenden Vorwänden gegen massive Kritik von innerhalb und außerhalb der GEW.

Darüber hinaus enthält die Broschüre auch die Stellungnahme der „Arbeitsge­meinschaft für gewerkschaftliche Fragen” aus Marburg gegen ein nationalistisch­chauvinistisches DGB – Plakat zum 1. Mai mit der Aufschrift „la Deutsche Muskelarbeit”, das daraufhin zurückgezogen werden musste.

Als Hintergrundmaterial wird ein Auszug aus dem Buch „Volksgemeinschaft statt Kapitalismus – Zur sozialen Demagogie der Neonazis” abgedruckt.

bro-nr-04-2010-gegen jeglichen.pdf

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