Der Brandanschlag der Nazis in Lübeck 1996

Die Dokumentation beruht auf der 1996 veröffentlichten Broschüre und Ausstellung der “Projektgruppe Antinazismus” der IG Medien “Wie Opfer zu Täter gemacht werden – Fakten und Material zur Aufklärung über den rassistischen Brandanschlag in Lübeck”. Beim Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße wurden am 18. Januar 1996 10 Flüchtlinge ermordet und 38 teils schwer verletzt. Die Dokumentation zeigt auf, dass nicht erst seit den NSU-Morden Staat und Nazis Hand in Hand arbeiten. Sie zeigt auf wie schon 1996 gegen die Ermordeten und ihre Angehörige gehetzt und ermittelt wurde, um die Nazi-Mörder von Anfang an aus der Schusslinie zu nehmen. So wurde Safwan Eid, ein Bewohner des Hauses am 21. Januar 1996 entgegen den _ Aussagen der

verhaftet. Vier Nazis in Skin-Outfit wurden freigelassen, obwohl sie alle Brandspuren in den Haaren hatten.

Nur durch die vielen antirassistischen Proteste, die unabhängigen Recherchen der Anwälte von Safwan Eid und der prominenten Juristen einer internationalen unabhängigen Untersuchungskommission wuroar immer mehr Widersprüche, Vertuschungen und juristische Fehler aufgedeckt, so dass Safwan Eid nach einem halben Jahr Untersuchungshaft im Juli 1996 wieder freigelassen werden musste.

Die “Projektgruppe Antinazismus” der IG Medien gab damals auch 540 Seiten umfassende “Materialien zum rassistischen Brandschlag in Lübeck” heraus. Dies war unserer Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, dass Gewerkschafterinnen zusammen mit Antifas den antifaschistischen Kampf in die Hand nehmen.

bro-nr-08-2013-luebeck.pdf

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