Der Brandanschlag der Nazis in Solingen 1993 – Eine Dokumentation

Der Brandanschlag der Nazis in Solingen 1993

Eine Dokumentation

  1. Gürsün ince, Hülya Genç, Saime Genç, Hatice Genç und Gülistan Öztürk von Nazis ermordet
  2. Der deutsche Staat und die Nazis Hand in Hand
  3. Protestaktionen gegen den Nazi-Anschlag von Solingen
  4. Medienhetze und Polizeirepression gegen den antifaschistischen Widerstand

Vorbemerkung:
1.
Am 29.5.1993 wurden in Solingen bei einem Nazi-Brandanschlag auf ein Wohnhaus Gürsün ince, ihre beiden Kinder Hülya Geng und Saime Geny, Hatice Gen? und Gülistan Öztürk ermordet. Bereits am 23.11.1992 waren in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem nazi-faschistischen Brandanschlag auf ein Wohnhaus am 23.11.1992 Bahide Arslan, Ay§e Yilmaz und Yeliz Arslan ermordet worden.

Und seitdem? Nazi-Morde, Nazi-Terror und Nazi-Hetze sind bis heute Teil der „deutschen
Zustände”. Die Amadeo Antonio Stiftung hat Anfang 2013 festgestellt, dass seit 1989 in
Deutschland mindestens 183 Menschen von Nazis ermordet worden sind. Nach offiziellen
Zahlen gab es 2012 rund 17.600 Nazi-Straftaten in Deutschland – wobei mit Sicherheit nicht alle Nazi-Straftaten erfasst sind.

Dabei hat sich immer wieder und nicht erst seit den NSU-Morden gezeigt, wie sehr Staat
und Nazis Hand in Hand gehen, wie gegen die Ermordeten und ihre Angehörigen gehetzt
und ermittelt wird, wie Nazi-Mörder verharmlost und geschützt werden, wie Nazis unter Polizeischutz aufmarschieren und ihre Hetze verbreiten können und wie eng die Verbindungen von Organen der Staatsmacht und den Nazi-Organisationen sind. Die Fülle der Fakten lässt sich nicht wegdiskutieren.
2.
Im Rückblick nach 20 Jahren fällt auf, wie verbreitet, massenhaft und vielfach auch kämpferisch entschieden die Proteste nach den Mordanschlägen in Mölln und Solingen damals waren. So gab es nach den Nazi-Morden in Solingen 1993 allein in Nordrhein-Westfalen zirka 275 Demonstrationen mit mindestens 150.000 Teilnehmerinnen in der ersten Woche danach.

  • Massenhafter und entschiedener Protest und Widerstand gegen die Nazis ist heute allerdings nicht minder notwendig. Keinerlei Gewöhnung an Nazi-Terror und die Nazi-Hetze darf zugelassen werden.

 

  • Nazis sind Mörder, wir müssen uns wehren!
  • Verstärken wir als Gewerkschafterinnen und Antifas gemeinsam den aktiven Kampf gegen die heutige Nazi-Bewegung!
  • Keine Illusionen in diesen Staat!

…”

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